Flugradar2018-06-24T15:54:49+00:00

FLUGRADAR ᐅ Flugverfolgung jetzt in Echtzeit und kostenlos

Wie funktioniert der Flugradar?

Mit Spannung beobachtest Du, wie sich die Flugzeuge per Flugradar am Flughafen langsam in die Luft erheben. Du wünscht Dir, Du könntest live verfolgen, wohin die Reise geht. Oder die gesamte Bewegung in der Luft wie die Fluglotsen oder der Pilot beobachten. Im Flugzeug befindet sich ein Flugradar, auf dem verschiedene Informationen wie Flughöhe, Geschwindigkeit, Wetterlage und auch andere Flugzeuge zu sehen sind. Doch wenn Du nicht grade selbst Fluglotse bist, dann bleiben Dir diese Daten verborgen. Zumindest war das bisher der Fall.

Mittlerweile sind aber rund 70% der Flugzeuge mit einem ADS-B-Sender ausgestattet. Alle Daten, die durch das Flugradar aufgezeichnet werden, sind öffentlich – und völlig legal – zugänglich. So können verschiedene Online-Tools die Informationen sammeln und auf einer Karte in Echtzeit darstellen. Im Browser auf dem Laptop oder auch in einer Smartphone-App kannst Du Dir das Ergebnis dann ansehen. Als würdest Du selbst auf das Flugradar schauen.

So verwendest Du das Flugradar

Es gibt zwei Möglichkeiten, wie Du das Flugradar nutzen kannst. Entweder du willst einen speziellen Flug beobachten. Beispielsweise weil sich Deine Liebsten im Flieger befinden. Oder Du willst Dir einfach einen Überblick über die allgemeinen Bewegungen im Luftraum machen.

Für die Beobachtung eines konkreten Fluges per Flugradar, brauchst Du nur die Flugnummer. Die kannst Du bei den meisten Tools eingeben und suchen. Die Karte wird dann automatisch zur richtigen Position bewegt. Für einen allgemeinen Überblick im Flugradar hingegen ziehst Du den Kartenausschnitt einfach auf einen großen Flughafen. Oder einen Bereich über Land und Wasser. Nun beobachtest du mittels Flugradar von dieser Stelle aus in Echtzeit alle Flugzeuge, die abgebildet werden.

Tipp: So verfolgst Du gezielt einen Flug

Von einem Startpunkt aus wählst Du einfach ein Flugzeug im Flugradar, das Du genauer verfolgen willst. Anschließend zoomst Du auf dem Flugradar ein wenig heraus. Du kannst dadurch die Flugbahn, während das Flugzeug den Flughafen verlässt, besser nachvollziehen. Während des Fluges bis zum Zielort ist es ratsam, wenn Du noch ein wenig weiter heraus zoomst. Jetzt beobachtest du per Flugradar, wie sich die Geschwindigkeit und Flughöhe ändern, oder ob das Flugzeug über Äcker, Felder, Dörfer oder sogar das Meer fliegt. Du fühlst Dich, als wärst Du direkt beim Flug dabei. Kurz vor Erreichen des Bestimmungsorts lohnt es sich, wieder näher an den Flieger heran zu zoomen. Denn so kannst Du die Landung im Flugradar im Detail beobachten.

Diese Infos werden dir im Flugradar angezeigt

Neben der Position bekommst Du, wenn Du ein Flugzeug anklickst, durch das Flugradar allerlei weitere Informationen. Dazu gehören beispielsweise die Flughöhe, die Destination oder die bisher zurückgelegte Distanz. Ein Flugradar ist auch dafür da, die Wetterlage um das Flugzeug herum anzuzeigen. Nur bei gutem Wetter kann auch ein guter und pünktlicher Flug gewährleistet werden. Bei schlechtem Wetter muss der Pilot entsprechend gegensteuern.

Verzögerungen und Turbulenzen können ebenfalls aus den Daten des Transponders entnommen werden. Mit den Codes 7500, 7600 und 7700 werden beispielsweise Informationen über die Art einer Luftnotlage übermittelt. So steht 7500 für eine Flugzeugentführung, 7600 für Funkausfall und 7700 für einen richtigen Luftnotfall. Nicht immer muss es aber so etwas Drastisches sein. Auch eine einfache Verspätung kann durch das Flugradar festgestellt und übermittelt werden.

Dafür kannst Du das Flugradar nutzen

Das Flugradar kann für ganz unterschiedliche Zwecke verwendet werden. Von zu Hause aus kannst Du Dich wie ein Fluglotse live beim Flug dabei fühlen. Für Flugzeugfans sind vor allem die verschiedenen Daten über Flugzeugtypen interessant. Diese gibt es nicht mal am Terminal des Flughafens zu sehen. Wer als Hobby gerne Flugzeuge fotografiert, für den ist ein Flugradar auch sehr nützlich. Er kann über das Flugradar nicht nur den Flugplan, sondern auch Typinformationen zum Flugzeug erhalten. So ist er im richtigen Moment zu Start oder Landung für ein Foto vor Ort.

Wenn Freunde und Angehörige im Flugzeug sitzen, dann schafft das Flugradar Sicherheit. Du kannst Dich vergewissern, dass die Liebsten einen hervorragenden Flug haben. Zudem erfährst du, wann sie ankommen und wann Du sie am Flughafen wieder in die Arme schließen kannst.

Damit eine mögliche Flugverspätung festgestellt werden kann, sollte man sich im Vorfeld informieren und entsprechend handeln. Es darf sich nicht nur auf das Flugradar verlassen werden, ein Blick auf die Flugzeiten des entsprechenden Flugzeugs ist immer sinnvoll.

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Die Geschichte – Entstehung

Die Flugverfolgung per Flugradar ist eine spannende Sache für viele Flugzeugfans. Einfach und bequem von Hause aus kannst Du die Bewegungen im Luftraum beobachten. Wie ein Fluglotse oder Pilot fühlen. Doch wie ist das eigentlich möglich? Die Grundlage für die Flugverfolgung und auch die Flugüberwachung am Flughafen oder im Cockpit, ist ein sogenanntes Flugradar.

Das Wort Radar kommt aus dem Englischen und steht für Radio Detection And Ranging. Übersetzt Funkortung und Abstandsmessung. Man bezeichnet damit verschiedene Verfahren zur Detektion von metallischen Gegenständen mittels Funkwellen.

Eine der ersten Anwendungen für Radare war das Rundsichtradar. Dies diente zur Überwachung des Luft- und Schiffverkehrs. Die stetige Weiterentwicklung der Radartechnik hat das Flugradar mittlerweile zur Standardausrüstung der zivilen und militärischen Luftfahrt gemacht. Dort nutzt man das Flugradar nicht mehr nur zur Navigation und Orientierung, sondern auch zur Kartographie und Datenerfassung.

Bis dahin war es allerdings ein weiter Weg. Denn die Geschichte des Flugradar nimmt ihren Anfang bereits im 19. Jahrhundert.

Grundlage des Radars: Elektromagnetische Wellen

Die Ortung mittels Funkwellen kennst Du schon von Fledermäusen. Diese nachtaktiven Tiere senden Schallwellen aus und empfangen deren Reflexion durch ihre trichterförmigen Ohren. Dadurch können sie sich in der Dunkelheit auch ohne Licht zurechtfinden.

Ein Flugradar wird ganz ähnlich zur Ortung und Orientierung verwendet, indem es Funk- bzw. Radiowellen aussendet. Das sind elektromagnetische Wellen in einem Frequenzbereich unter 3000 GHz. Heinrich Hertz wies in den Jahren ab 1885 experimentell nach, dass metallische Gegenstände Radiowellen reflektieren und dementsprechend geortet werden können.

Auf Basis der Ergebnisse von Hertz, führte Christian Hülsmeyer Anfang des 20. Jahrhunderts verschiedene Versuche mit Radiowellen durch. Er entwickelte die ersten Vorläufer für das heutige Schiff- und Flugradar. Das sogenannte Telemobiloskop konnte vorbeifahrende Schiffe durch eine Klingel zuverlässig melden. Es wurde 1904 zum Patent angemeldet und geriet danach in Vergessenheit.

In den nächsten Jahrzehnten wurde das Radarprinzip nicht weiter entwickelt. Obwohl unabhängig von Hülsmeyer auch andere Physiker wie der Italiener Guglielmo Marconi auf die Idee kamen, metallische Gegenständige mittels Radiowellen zu orten.

So war der Weg des Radars

Erst in den 1930er Jahren erkannten verschiedene Großmächte, darunter Deutschland, England oder die Vereinigten Staaten, die Bedeutung des Radars. Ab 1935 bewegte sich die Forschung auch in Richtung des Flugradar, beispielsweise als Frühmeldesystem für Luftangriffe. In den vorigen Jahren stand vor allem die Schifffahrt im Fokus der Radarforschung.

Der deutsche Elektroingenieur Wilhelm Runge, der bei der Firma Telefunken arbeitete, nutzte das erste Mal ein Radargerät als Flugradar. Er richtete 1935 die Antenne seines Ortungsgerätes nach oben und detektierte so eine Ju 52, die ca. 5000m über seinen Kopf hinweg flog. Ähnliche Feldversuche mit einem Flugradar fanden ebenfalls im Jahr 1935 in Großbritannien statt. Dabei gelang es, Flugzeuge in einer Entfernung von bis 13000m zu erkennen. Zum Vergleich haben Flugzeuge des heutigen Geschäftsflugverkehrs eine Flughöhe von ca. 5000 – 10.000m. Moderne Flugradare messen eine Entfernung bis zu 100 km.

In den Folgejahren

In den Folgejahren forschte man vor allem an Flugradaren, die den An- und Überflug von Flugzeugen korrekt meldeten. Sie konnten damit stationär verwendet werden. Mit Chain Home schufen die Briten 1936 eine Kette von Radarstationen an der Ostküste. Auch in Deutschland stellte man Frühmeldesysteme auf Basis von Flugradaren her. Ein bekanntes Beispiel ist unter anderem das Funkmessgerät Freya, das 1937 von der GEMA entwickelt wurde.

Neben stationären Flugradaren wurden während des 2. Weltkrieges Bordradare immer relevanter. Im Cockpit eines Jägers oder Kampffliegers dienten sie der Ortung und Zielfindung. 1940 wurde das erste Mal ein Flugradar in einem Flugzeug durch die Briten verbaut. 1941 entwickelte die Firma Telefunken mit der Leistrahlanlage Knickebein und dem Nachtjäger Lichtenstein BS ähnliche Geräte in Deutschland.

Forschung in der Nachkriegszeit

Während des zweiten Weltkriegs wurde das Flugradar sowohl auf dem Boden als auch an Bord von Flugzeugen verwendet. Nach Ende des Krieges fand das Flugradar den Einzug in die zivile Luftfahrt. In Deutschland kam die Forschung und Weiterentwicklung allerdings vorerst zum Stillstand. Das lag unter anderem an einem Verbot durch die Alliierten, das bis 1950 anhielt. In den USA wurden in dieser Zeit das Flugradar stetig verbessert. Beispielsweise durch die Verwendung neuer Bauteile wie Halbleiter oder Mikroprozessoren.

Nennenswert ist beispielsweise das Synthetic Aperture Radar (SAR). Dieses Flugradar wird zur Fernerkundung in Flugzeugen oder Satelliten verbaut. Selbst bei schlechten Witterungsbedingungen liefert es leicht interpretierbare, zweidimensionale Bilder der Erdoberfläche. Die bestens für Erkundung und Kartographie geeignet sind.

In der heutigen Zeit

Heutzutage ist die Air Traffic Control (ATC) eine der wichtigsten Anwendungsgebiete beim Flugradar. Mit stationären Radarsystemen wird der Luftraum überwacht und der Flugverkehr geregelt. Für gewöhnlich werden dazu ein primäres und sekundäres Flugradar genutzt. Das primäre Flugradar funktioniert nach dem klassischen Radarprinzip. Bestimmt also die Position von Flugzeugen nur anhand der Reflexion von ausgesendeten Schallwellen.

Das sekundäre Flugradar hingegen arbeitet mit Antwortsignalen. In den meisten modernen Flugzeugen ist ein ADS-B (Automatic Dependent Surveillance-Broadcast)-Sender verbaut. Dieser Transponder übermittelt verschiedene Daten. Wie Flugzeugtyp oder Ausrichtung, die das primäre Flugradar nicht ermitteln kann.

Flugradar und ADS-B-Sender bilden zusammen die Grundlage für eine dichte Überwachung des Luftraums. Über den Landregionen der USA liegt diese bei etwa 90%. Und auch in Europa, kann ein Großteil der Bewegungen oberhalb kontinentaler Regionen hervorragend durch Flugradare nachvollzogen werden.

Die Daten, die ein Flugradar erfasst sind öffentlich zugänglich. Sodass verschiedene Tools wie Flightradar24 eine Übersicht über alle grade fliegenden Flugzeuge kostenlos im Internet zur Verfügung stellen. Auf einer Karte werden neben Position und Flugverlauf auch interessante zusätzliche Informationen aufgeführt. Unter anderem die Flughöhe, das Auftreten von Turbulenzen oder der Flugzeugtyp.

Das Jahrhundert des Radars

Von Christian Hülsmeyer zur Shuttle Radar Topography Mission

Seit Jahrmillionen schon nutzt die Natur ein Prinzip, das im 20. Jahrhundert in die technische Anwendung „Radar“ umgesetzt wurde. Die Fledermaus nämlich orientiert sich bei ihrer nächtlichen Jagd mittels akustischer Ortung. Sie sendet dabei Ultraschallwellen mit einem dafür spezialisierten Stimmorgan aus und empfängt deren Echos mit trichterförmigen Ohren. Diese Technik erlaubt es der Fledermaus, Hindernisse, die sich in ihrem Flugweg befinden, zu orten. Und darüber hinaus sicherlich von eben solcher Bedeutung potentielle Beute zu erjagen. Das „Prinzip Radar“ ist also nicht neu.

Elektromagnetische Wellen

Im 19. Jahrhundert wurden die theoretischen Grundlagen geschaffen, die die Voraussetzung für die Erfindung und Entwicklung des Radars hundert Jahre später werden sollten. Die erste Eisenbahn in Deutschland war gerade seit einem Jahr zwischen Nürnberg und Fürth in Betrieb, als 1836 der bedeutende englische Wissenschaftler Michael Faraday in einer freilich weniger puplikumswirksamen Weise die Theorie elektrischer und magnetischer Felder formulierte